Die Gestaltung des Schulraumes spielt im Churermodell eine zentrale Rolle. In der Vorschau zur SRF Sendung "Einstein" vom 3. März 2016 hiess es:Seit einigen Jahren werden in Chur Schulzimmer umgestellt: keine festen Arbeitsplätze für Schülerinnen und Schüler mehr, kurze Lehr- und längere Lernphasen, differenzierte Lernangebote. Statt Neues in eine alte Form zu integrieren, wird im Churermodell Bewährtes in eine neue Form übertragen. Die Idee ist bestechen und zukunftsträchtig.
Die Umstellung des Schulzimmers ist die Grundvoraussetzung für das Gelingen des Churermodells.

Umbau in einem Schritt
Nehmen Menschen neues in ihr Repertoir auf, so setzen sie dabei auf die Assimilation, das heisst: die neuen Elemente werden Schritt für Schritt ins Bestehende integriert. Anders im Churermodell: Der Umbau geschieht in einem Schritt und bringt alle Beteiligten auf Anhieb in eine neue Situation. Das Bewährte wird in das neue Schema integriert. Der umgestaltete Schulraum verhindert, dass die Lehrpersonen wiederum in den alten Modus zurückfällt.

Der Kreis
Der Kreis gilt als zentraler Bestandteil im Churermodell. Er befindet sich am Rand oder im Zentrum des Schulzimmers. Die Klasse trifft sich im Kreis zu den Inputs und zu gemeinschaftsbildenden Phasen. Dem Kreis kommt als Ort eine Funktion zu: Die Schülerinnen und Schüler sind auf "Aufnahme" fokussiert. Diese Phase dauert in der Regel 10 - 12 Minuten. Die Lehrperson führt in dieser Phase eng.  Im Kreis hat jeder Schüler/ jede Schülerin den fest zugeordneten Platz.

Arbeitsplätze
Die Arbeitsplätze weisen unterschiedliche Qualitäten auf. Einige Arbeitsplätze ermöglichen das Arbeiten in Gruppen, andere - zum Teil gegen die Wand ausgerichtet - ermöglichen ungestörtes Arbeiten alleine. Zwischen Tischgruppen können als Sichtschutz Platten gestellt werden, um die nötige Intimität zu schaffen.

Verkehrswege
Beim Einrichten des Schulzimmers ist darauf zu achten, dass die Verkehrsflächen störungsfreies Zirkulieren der Schülerinnen und Schüler möglich machen.

Ablagen
In den Ablagen bewahren die Schülerinnen und Schüler ihr Schulmaterial auf. Diese Ablagen sollten im Schulzimmer verteilt sein, damit sie zugänglich sind, wenn alle Schülerinnen und Schüler zur gleichen Zeit etwas aus dem Gestell / der Schachtel holen müssen. Gestelle eignen sich als Raumtrenner und bieten Ablageflächen für die Lernangebote.

Standortstreue der Materialien
Eine hohe Ritualisierung der Abläufe trägt zum störungsfreien Lernen bei. Es empfiehlt sich, die Materialien immer am lgeichen Ort zugänglich zu machen.

 

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