• Wer ins Churermodell starten will, muss das Schulzimmer umstellen. Auf www.churermodell.ch finden sich Hinweise dazu.
  • Den bestehenden Unterricht – mit kleinen Anpassungen – in die neue Struktur integrieren.
  • Ablauf am Morgen könnte sein: Schüler-/-innen betreten das Schulzimmer, begrüssen die Lehrperson, packen ihre Sachen aus dem Schulthek und legen sie in ihr Fach, versorgen den Schulthek an den dazu vorgesehenen Platz, setzen sich in den Kreis und warten, bis der Unterricht beginnt.
  • Die Inputs kurz halten (was nicht einfach ist), um Lernzeit für die Schülerinnen und Schüler und Zeit für die Lernbegleitung und -beratung für die Lehrperson zu gewinnen.
  • Die gezielte Instruktion im Kreis (Input) im Hinblick auf eine längere Erarbeitungsphase der Schüler-/innen (Konstruktion) verlangt eine entsprechende Präsentation des Themas. Gute Inputs zu gestalten wird nicht von Anfang an gelingen und stellt ein Entwicklungsfeld dar, das man sich langsam erschliessen muss.
  • Regeln im Kreis festlegen! Verständliche Regel und Konsequenz, vor allem am Anfang helfen.
  • Ziel soll es sein, sich zurückzunehmen und dennoch die Führung zu behalten.
  • Organisatorische Fragen klären. Nicht alles Neue auf einmal einführen. Schüler/-innen können von der Öffnung und den sich daraus ergebenden Möglichkeiten und «Freiheiten» überfordert werden. Klassenführung hilft.
  • Abläufe und Übergänge aufbauen, trainieren und konsequent einhalten.
  • Zu Beginn den Kindern Zeit lassen, mit dem Unterrichtsmodell vertraut zu werden. Selbstbestimmung kann nicht von Anfang an stattfinden, Selbsteinschätzung braucht Begleitung und muss gelernt werden.
  • Lernschwächere Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Überforderung, die sich in lernoffenen Settings ergeben können, im Auge behalten. Sie benötigen engere Begleitung, kürzere Anleitungsintervalle und eine vorgegebene Richtung, damit sie innerhalb dieser Struktur selbständig lernen können.
  • Den Schülerinnen und Schülern Vertrauen in die Lernfähigkeit und den Lernwillen entgegenbringen. Dieses Vertrauen wächst mit jeder positiven Erfahrung.
  • Freie Platzwahl vor allem am Anfang eng begleiten und immer wieder zum Unterrichtsthema machen.
  • Erfahrungen mit differenzierenden Lernangeboten machen. Selbstkontrollmöglichkeiten einbauen. Arbeitsblätter u.a. «wiederholbar» machen. Die Frage nach dem Vorwissen klären.
    Lernerwartungen formulieren (Grundanforderungen).
  • Einfach beginnen – diese Aufforderung ist im doppelten Sinne zu verstehen. Schritt für Schritt machen und zu sich selbst Sorge tragen. Wird die Situation unübersichtlich, Komplexität für sich und die Schülerinnen und Schüler reduzieren.

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