Die Unterrichtsanlage des Churermodells bietet die Möglichkeit, einen Unterricht zu schaffen, in welchem erfolgreiches und herausforderndes Lernen für alle möglich ist. Prof. Dr. Peter Lienhard von der Hochschule für Heilpädagogik (HfH) in Zürich schreibt:
«Das Bestechende am «Churermodell» ist, dass es die Basis für viele wesentliche Entwicklungen der heutigen Schule legt – sei es individualisierte Lernförderung, inklusive Schulungsform und integrative Begabungs- und Begabtenförderung.» (Lienhard 2012, S. 14)
Die Gründe, weshalb Lehrpersonen von konventionellem Unterricht auf das Arbeiten im Churermodell umstellen, sind vielfältig. Aus Sicht der Klassenlehrpersonen wird oftmals genannt, dass es für sie eine gute Möglichkeit zur Umsetzung von Binnendifferenzierung im Unterricht sei. Zudem könnten sie mit der Umstellung besser auf die Schüler*innen und ihre individuellen (Lern-)Bedürfnisse eingehen. Ausserdem passt das Modell aus ihrer Sicht gut zur Förderung der Selbstbestimmung. Aus Sicht der Schulischen Heilpädagog*innen werden als Gründe eine Verbesserung der integrativen Schulungsform genannt, eine passende Unterrichtsanlage zur Förderung der Differenzierungs- und Individualisierungsmöglichkeiten und obendrauf die sich bietende Möglichkeit für intensivere und leistungsfördernde Begleitung. Zudem stufen sie das Churermodell als besseres Klassenmanagement ein, da Abläufe klarer und strukturierter sind. (Pool Maag, 2020)
Der Raum wird als dritter Pädagoge für das Lernen genutzt.
Werden Inputphasen gekürzt, gewinnen Schülerinnen und Schüler Lernzeit.
Binnendifferenzierung im Unterricht ist möglich und motivierend.
Das Churermodell ist einfach umsetzbar und lässt jeder Lehrperson Raum für die persönliche Ausgestaltung.
Das Buch zum Churermodell
Karin Lutz, Reto Thöny, 2024
hep Verlag